Kindergarten

Träger

Der Träger des Naturkindergartens ist der gemeinnützige Verein Naturkindergarten Bernstadt e.V., der in ehrenamtlicher Elternarbeit den Kindergarten aufgebaut hat und die laufenden Geschäfte führt. Der Verein wurde am 22. September 2019 von einer Elterninitiative gegründet. 

Als Betreuungseinrichtung in freier Trägerschaft ist der Naturkindergarten auf das aktive Engagement der Eltern, der pädagogischen Fachkräfte und der Vereinsmitglieder angewiesen. Mit den Mitwirkungspflichten der Eltern bei Festen und Aktionen sowie Elternämtern gehen auch Mitbestimmungsrechte einher. So haben die Eltern einen großen Einfluss auf die Qualität der Betreuung und Förderung ihrer Kinder

Lage

Als Standort für die Schutzunterkunft dient eine Streuobstwiese auf der Gemarkung Bernstadt in der Nähe des Bergwaldes. Die Kindergruppe verbringt die Betreuungszeit draußen in der Natur. Die umliegenden Wälder und Wiesen werden von den Kindern für Entdeckungsreisen genutzt. Angrenzende landwirtschaftliche Flächen werden von den Kindern, pädagogischen Fachkräften sowie Eltern nicht genutzt. Haltemöglichkeiten für Elternzum Holen und Bringen gibt es an einem Teerweg ca. 200m von der Schutzunterkunft entfernt.

Schutzunterkunft

Der Gruppe steht eine beheizbare Schutzunterkunft in Form einer Jurte zur Verfügung. Sie ist geräumig genug, um einen Betrieb auch bei schlechtem Wetter aufrechterhalten zu können.Die Schutzunterkunft dient zudem als Aufbewahrungsort für Wechselkleidung und für Spielmaterialien, Bücher, Unterlagen, Garderobe etc. Elektrischer Strom und fließend Wasser sind nicht vorhanden. Frisches Wasser wird täglich in Kanistern mitgebracht.

Hygiene im Wald

Am Standort der Schutzunterkunft sind zwei Kompost-Toiletten vorgesehen. Durch den Einsatz von Kompoststreu (z.B. Rindenmulch, Späne) bleiben sie geruchsfrei und hygienisch.

Zum Händewaschen werden Wasser, biologisch abbaubare Seife und jeweils persönliche Handtücher mitgeführt

Gruppenstruktur

In den Naturkindergarten werden Kinder ab einem Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt aufgenommen. Die Aufnahme von Kindern mit 2,9 Jahren ist nach Absprache möglich. Der Naturkindergarten nimmt Kinder ungeachtet ihrer Herkunft und Religion im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze und nach Maßgabe des Aufnahmeverfahrens des Trägers auf.

Der Naturkindergarten Bernstadt strebt einevorrangige Belegung des Naturkindergartens mit Kindern an, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde Bernstadt haben. Die Aufnahme von auswärtigen Kindern ist möglich. Kinder, die körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigt sind, können in den Naturkindergarten aufgenommen werden, wenn ihren besonderen Bedürfnissen im Rahmen des Naturkindergartens in ausreichender Weise Rechnung getragen werden kann. Anzahl der Gruppen: eine Kindergartengruppe mit max. 20 Kindern.

 Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 7:30 –13:30

(6 Stunden täglich, 30 Stunden wöchentlich, verlängerte Öffnungszeiten/VÖ)

Schließzeiten: 

30 Schließtage im Jahr

( 2 Wochen in den Sommerferien, zwischen Weinachten und Neujahr, weitere Schließtage werden zu Beginn des Kindergartenjahres bekannt gegeben)

Personal

Wir unterliegen, wie alle Kindertageseinrichtungen, den Bestimmungen des KVJS. Jeder Kindergarten wird von einer Einrichtungsleitung geführt. Diese übernimmt die Personalführung und die Einsatzplanung des Personals. Es sind jeden Tag während der gesamten Öffnungszeit mindestens zwei Personen vor Ort. Neben der Leitung sind für die Betreuung der Kinder zwei weitere Fachkräfte vorgesehen. Daneben können auch Anerkennungspraktikanten und/oder Personen im Bundesfreiwilligendienst angestellt werden. 

Im Urlaubs-und Krankheitsfall stehen Aushilfskräfte/Springer (u.a. auch Eltern) zur Verfügung.

 Um stets den aktuellen Anforderungen an pädagogisches Personal in Kindertagestätten zu entsprechen, besuchen unsere pädagogischen Fachkräfte regelmäßig Fortbildungen zuunterschiedlichen Themen. Die pädagogischen Fachkräfte absolvieren alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs.

Tagesablauf

7:30-9:00  Bringzeit: 

Morgens finden sich die Kinder innerhalb der Bringzeit an der Schutzunterkunft ein.

9:00-13:00 Kernzeit:

In der Kernzeit findet der Morgenkreis, das Frühstück, Freispiel und Projektarbeit statt.

13:00-13:30 Abholzeit: 

Die Kinder werden an der Schutzunterkunft abgeholt.

Um 9:00 Uhr beginnt der Morgenkreis. Hier wird ein Begrüßungslied gesungen und das Tagesprogramm besprochen. Im freien Spiel haben die Kinder Gelegenheit, in einem festgelegten Bereich ihren Bedürfnissen nachzugehen. Dies kann sowohl die untersuchende Entdeckungsreise, das Ausleben des Bewegungsdranges oder das Ausruhen unter dem Blätterdach sein. Im angeleiteten Spiel werden die Entdeckungen der Kinder durch Sing-, Kreis-und Regelspiele aufgegriffen, es werden Mal-und Bastelangebote unterbreitet, Geschichten erzählt, Bücher angeschaut und vieles mehr. Nach Rückkehr zur Schutzunterkunft gibt es erneut die Möglichkeit etwas zu essen. Zwischen 13:00 und 13:30 haben die Eltern Gelegenheit, sich mit anderen Eltern und den pädagogischen Fachkräftenauszutauschen. Dieser Tagesablauf ist ein Beispiel und kann jederzeit variiert werden, wenn es die Bedürfnisse der Kinder oderdie geplanten Projekte erfordern. Mit einem Handwagen („Bollerwagen“) werden bei Wald-und Natur-Exkursion besondere Materialien, Erste-Hilfe-Ausstattung und Wasser auch über größere Entfernungen mitgeführt. Einige Aktivitäten finden an dem Platz statt, wo die Schutzunterkunft steht, andere Aktivitäten finden bei den täglichen Wald-und Wiesenstreifzügen statt.

Verpflegung / Mahlzeiten

Jedes Kind hat für die gemeinsame Mahlzeit ein gesundes und ausgewogenes Frühstück und ein Getränk dabei. Zusätzliche Getränke (Tee/Wasser) werden immer mitgeführt, falls die Kindertrinkflaschen einmal leer sein sollten. Ein warmes Mittagessen wird nicht angeboten. 

Ausrüstung und Kleidung

Die Betreuung im Naturkindergarten findet bei jedem Wetter draußen statt, normalerweise auch bei Regen, Schnee oder Minustemperaturen. Kinder, die den Naturkindergarten besuchen, benötigen daher eine dem Wetter entsprechende Kleidung. Denn nur wer richtig angezogen ist, kann draußen Spaß haben und sich bei jedem Wetter wohlfühlen. Die Kleidung sollte robust, zweckmäßig und der Jahreszeit angepasst sein. Bei kühleren Temperaturen empfehlen wir das Zwiebelsystem (viele Schichten übereinander). Dies schützt vor Kälte und ist zudem ideal bei Temperaturschwankungen, weil die Kinder bei Bedarf Kleidung aus-oder wieder anziehen können. So wird ein Frieren, aber auch ein Schwitzen verhindert. 

Jedes Kind braucht einen Schuhkarton mit Ersatzkleidung (unbedingt mit Namen versehen), welcher in der Garderobe der Schutzunterkunft untergebracht ist. Ohrringe, Halsketten, Armbänder, Fingerringeund anderer Schmuck sind beim Aufenthalt in der Natur eine große Verletzungsgefahr für Ihr Kind. Deshalb lassen Sie bitte jeglichen Schmuck zu Hause.

Jedes Kind braucht einen gut sitzenden Rucksack mit Brustgurt und folgendem Inhalt: 

  • Vesperbox: Wir achten auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung (Brot, Obst, Gemüse), Süßigkeiten (z.B. süße Stückle, Quetschies, Schokolade) schließen wir aus. Wir wollen unsere Umwelt schützen, indem wir unser Vesper in einer Vesperdose mitbringen. Bitte vermeiden Sie unnötigen Verpackungsmüll,wie Alufolie und Plastiktüten. Anfallender Müll wird von jedem selbst wieder mit nach Hause genommen.
  • Trinkflasche: Jedes Kind braucht ein Getränk in seiner Trinkflasche; Ihr Kind sollte diese Flasche selbstständig öffnen und schließen können. Wir haben immer noch zusätzliche Getränke (Tee/Wasser) dabei, falls die Kindertrinkflaschen einmal leer sein sollten. 
  • Ein eigenes sauberes Handtuch, um sich nach dem Händewaschen abzutrocknen
  • Eine kleine Stofftasche zum Sammeln von Fundstücken
  • Taschentücher

Sicherheit im Wald

Im Naturkindergarten gibt es andere Gefahren, als in einem Regelkindergarten. Die Eltern werdendarauf speziell hingewiesen und können es jederzeit in der Kindergartenordnung nachlesen. Entsprechende Regeln werden mit den Kindern gemeinsam erarbeitet und regelmäßig wiederholt.

Dazu gehören u.a.: 

  • Nichts vom Waldboden in den Mund nehmen
  • Nicht auf Hochsitze der Jäger klettern
  • Vor dem Essen Hände waschen
  • Nicht auf gestapeltes Holz klettern (auf einzelne Baumstämme ist ok)
  • Stöcke immer unterhalb des Brustkorbs halten
  • Keine toten Tiere anfassen
  • Keine Pilze anfassen
  • Zurückhaltung bei zutraulichen Tieren
  • Immer in Sichtweite bleiben.

Der Rettungsdienst besitzt einen genauen Lageplant, so dass Hilfe schnell vor Ort ist. Mit dem Rettungsdienst werden Rettungspunkte vereinbart. Das gesamte Gebiet des Naturkindergartens ist innerhalb eines ausreichend starken Mobilfunknetzes.